Wetterdaten
Die Einstellung der Werte einer Wetterstation für die Automatisierung eines
Gebäudes erfolgt immer umgebungsabhängig, denn, die Werte können je nach Lage
und Anbringung der Sensoren stark variieren. Bei der Auswahl der Werte sollte vorher
genau der Zusammenhang zwischen Funktion und Sicherheit bedacht werden. Bei
sicherheitsrelevanten Steuerungen ist daher immer ein niedriger Wert zu wählen,
der gegebenenfalls im Laufe der Zeit angepasst werden kann.
Wird eine kompakte Wetterstation verwendet, empfiehlt es sich diese direkt auf
dem Dach zu montieren bzw. auf der Südseite des Objektes, wo keine Schatten für
die jeweiligen Sensoren entstehen können. Analog gilt dies auch für dezentrale
Sensoren, die auf die Gebäudefassaden verteilt werden.
Nachfolgende Tabelle sollte daher nur als Orientierung angesehen werden. Die
eigentlichen Werte müssen je nach Objekt und Lage individuell festgelegt werden.
Windgeschwindigkeit
Der Windgeschwindigkeitswert wird meist für Sicherheitsfunktionen wie Markise
oder Fenster verwendet. Entsprechend vorsichtig sollte mit diesem Wert
umgegangen werden.
Einige Automatisierungsgegenstände wie Markise oder Außenjalousien haben in
ihrem Datenblatt Angaben darüber, welcher Wert maximal gewählt werden darf.
Dieser bezieht sich allerdings auf den direkten Wind auf den Gegenstand. Ist der
Windsensor an einer anderen Stelle montiert, muss geprüft und sichergestellt
werden, das er den Gegenstand entsprechend schützen kann. Ist beispielsweise
eine Markise auf der Südseite montiert und der Windsensor auf der Westseite,
so ist dies nicht optimal. Zu bedenken ist auch ein eventueller Windschatten,
der durch bauliche Gegenseiten entsteht.
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Beschreibung
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Windgeschwindigkeitswert in m/s |
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Keine Luftbewegung, Rauch steigt senkrecht auf |
0,0 |
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Windrichtung nur an ziehendem Rauch erkennbar |
0,1 - 1,6 |
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Wind im Gesicht fühlbar |
1,7 - 3,2 |
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Blätter werden bewegt |
3,3 - 5,5 |
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Kleine Zweige werden bewegt |
5,6 - 8,0 |
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Große Zweige werden bewegt, Wind im Gesicht unangenehm |
8,1 - 10,7 |
Helligkeit
Dieser Wert wird meist für funktionelle Aufgaben eingesetzt und erhöht den
Komfort. In einigen Fällen können aber auch Helligkeitswerte Sicherheitsaufgaben
übernehmen, wenn wir uns Museen oder das Ausbleichen einer Einrichtung vor Augen
halten. Auch wird der Lux Wert gerne in Abhängigkeit der Innen- und
Außentemperatur verwendet. Damit kann ein Überhitzen des Raumes im Sommer
vermieden werden.
Bei den Sensoren ist ebenfalls auf die Lage und eventuelle Schattenbildung zu
achten.
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Beschreibung
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Helligkeitswert in Lux
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Vollmond |
< 1 |
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Nacht, Straße gut beleuchtet |
20 - 70 |
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Stark bedeckter Himmel |
1.500 - 2.000 |
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Wolkiger Himmel |
4.000 - 5.000 |
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Tageslicht im Schatten |
10.000 - 15.000 |
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Sonnenlicht |
> 15.000 |
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Blauer Himmel |
> 40.000 |
Allgemeines
Um ewiges Hin- und Herschalten der Automatisierungsgegenstände zu vermeiden,
müssen Verzögerungen und Hysterese eingebunden werden. Dabei ist ebenfalls auf
die Auswahl der Werte zu achten. Generell sollten Sicherheitsfunktionen ziemlich
schnell aktiviert werden, jedoch deren Deaktivierung einige Zeit andauern.
Komfort Funktionen wie das Beschatten eines Wintergartens, sollten in beide
Richtungen verzögert werden.
In der modernen Gebäudetechnik lässt sich zudem die Funktion der Wetterstation
überwachen. Sollte diese einmal ausfallen oder aus sonstigen Gründen keine
Wetterdaten mehr senden, fahren die Automatisierungsgegenstände automatisch in
ihre Sicherheitsposition. Dies wird u.a. mit so genannten zyklischen Telegrammen
erreicht. Bleiben beispielsweise zwei Telegramme aus, wird die Sicherheit
automatisch aktiviert.
Beispiel Windsensor: Wird ein Wind von 5m/s über einen Zeitraum
von 2 Sekunden gemessen, wird sofort die Sicherheit aktiviert. Beim
unterschreiten von 3m/s (also Hysterese 2m/s) dauert es noch 30 Minuten bis die
Sicherheit deaktiviert wird.